Der Aufbruch ins Gedankenkarussell

Nun ist es schon 20 vor 2 und ich liege wach im bett in einem zimmer einer WG die ich verabscheue. Ich haben mich immer gefragt was Leute meinen wenn sie sagen sie wären "unter Menschen aber doch allein". Vielleicht auch deshalb kam mir der gedanke an zu fangen zu bloggen. Vielleicht ist dort draußen irgendjemand der denkt und fühlt wie ich.Heute saß ich im Auto auf dem Beifahrersitz und schaute aus dem Fenster. Wieder mal alles grau in grau draußen.. Im Radio lief "Au Revoir" (Mark Forster) und ich dachte noch " ja.. das wärs.. einfach weg irgendwo neu anfangen. . Vergessen, verzeihen und leben." Dann aber dachte ich weiter und sagte zu mir selbst, dass es doch nicht bringen würde. Auch wenn diese Stadt sich nie anfühlte wie ein Zuhause und mir eine neue Stadt vielleicht anfangs gut täte.. ich glaube das Grau ist fest im kopf verbaut und mein Kopf ist ein Gefängnis. Es gibt keinen Weg hinaus. Weg von der Depression und den Gedanken die mir oftmals selbst Angst bereiten. Es bräuchte einen Reset-knopf. Bei diesem Gedanken bekam und bekomme ich auch gerade eine Gänsehaut. Denn: was wäre ich ohne all dies? Wäre ich so wie ich bin? Hätte ich den selben Charakter oder würde ich wie so viele andere einfach im Einheitsbrei der Masse untergehen. (Oft fragte ich mich in was sich "normale" Menschen wohl verlieben, denn ich sehe wirklich bei vielen keinerlei Charaktermerkmal. "Alle Menschen sind gleich" ist zwar eine gute politische Haltung, allerdings auf diese Gesellschaft bezogen oftmals eine grausige Wahrheit. Sind Menschen wirklich alle gleich und nur die "kaputten" heben sich ab oder bin ich derart zynisch? Zurück zu meinem Gedankengang von heute nachmittag: ) Letztendlich stell ich mir selbst mal wieder die Frage wo fängt meine Krankheit an und wo hört meine eigene Persönlichkeit auf. Vielleicht sind nach all den jahren beide unweigerlich verschmolzen.. und wenn das so ist.. was würde aus mir wenn ich "geheilt" wäre? Würde ich schlichtweg verschwinden? Würde ich mich an diesen gedanken überhaupt erinnern können? Und wenn ja.. würde er mich psychisch nicht wieder genau in selbe Scheiße zurück werfen in der ich aktuell stecke? Gibt es überhaupt noch einen Ausweg für mich oder befinde ich mich bereits auf der sicheren Straße zum Wahnsinn?

1 Kommentar 4.2.16 01:55, kommentieren